LEVELING SWISS · RATGEBER

Fliesenverlegung

Von der Untergrundvorbereitung bis zur fertigen Verfugung.
Entdecken Sie die einzelnen Schritte für eine präzise Fliesenverlegung.

Der richtige Ablauf

SCHRITT 01

Untergrund vorbereiten – die Basis für eine präzise Fliesenverlegung

Ein dauerhaftes und optisch einwandfreies Fliesenergebnis beginnt mit der sorgfältigen Vorbereitung des Untergrunds. Ob Boden- oder Wandflächen, kleine Formate oder grossformatige Platten: Die Beschaffenheit des Untergrunds hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität und Langlebigkeit der gesamten Verlegung.

Der Untergrund muss ausreichend eben, tragfähig, sauber, trocken und für das vorgesehene Verlegesystem geeignet sein. Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kann dies die Verarbeitung erschweren und das Risiko von Haftungsproblemen, Höhenversätzen oder späteren Schäden erhöhen.

Besonders bei grossformatigen Platten ist eine präzise Vorbereitung entscheidend. Bereits geringe Unebenheiten können dazu führen, dass benachbarte Platten unterschiedliche Höhen aufweisen oder sich die Verlegung unnötig erschwert.

Welche Anforderungen muss der Untergrund erfüllen?

Ebenheit

Der Untergrund muss ausreichend eben sein und darf keine ausgeprägten Erhebungen, Vertiefungen oder Wellen aufweisen. Je grösser das Plattenformat, desto wichtiger ist eine sorgfältige Kontrolle der gesamten Fläche. Die Ebenheit sollte mit einer geeigneten Richtlatte in mehreren Richtungen geprüft werden.

Tragfähigkeit und Festigkeit

Der Untergrund muss stabil und ausreichend tragfähig sein, um das Gewicht der Platten sowie die späteren Belastungen aufzunehmen. Lose Estrichbereiche, absandende Oberflächen, abplatzende Schichten oder mürbe Stellen müssen vor der Verlegung fachgerecht beurteilt und bei Bedarf saniert werden.

Sauberkeit

Staub, Fett, Öl, Wachs, Farbreste, Trennmittel und andere haftungsmindernde Rückstände müssen entfernt werden. Eine verschmutzte Oberfläche kann die Haftung des Fliesenklebers beeinträchtigen.

Trockenheit und Belegreife

Der Untergrund muss die Anforderungen des vorgesehenen Verlegesystems erfüllen. Insbesondere bei neu eingebauten Estrichen ist die Restfeuchtigkeit fachgerecht zu prüfen. Eine oberflächlich trocken wirkende Fläche bedeutet nicht automatisch, dass der gesamte Untergrund bereits belegreif ist.

Risse und Bewegungen

Vorhandene Risse, Verformungen und mögliche Bewegungen des Untergrunds müssen vor Beginn der Arbeiten beurteilt werden. Aktive Risse dürfen nicht einfach mit Fliesenkleber überdeckt werden. Welche Massnahmen erforderlich sind, hängt von der Ursache und dem vorgesehenen Systemaufbau ab.

Saugfähigkeit und Oberflächenbeschaffenheit

Unterschiedliche Untergründe nehmen Wasser unterschiedlich schnell auf. Deshalb muss geprüft werden, ob eine geeignete Grundierung oder ein spezieller Haftvermittler erforderlich ist. Die Auswahl richtet sich nach dem Untergrund und den Herstellerangaben.

Wie wird die Ebenheit richtig geprüft?

Die Ebenheit sollte nicht ausschliesslich nach Augenmass beurteilt werden. Für eine zuverlässige Kontrolle wird eine geeignete Richtlatte verwendet. Die Prüfung sollte längs, quer und diagonal erfolgen, damit auch lokale Unebenheiten erkannt werden.

  1. Fläche vorbereiten: Staub und lose Bestandteile entfernen.
  2. Richtlatte anlegen: Verschiedene Stellen der Fläche kontrollieren.
  3. Mehrere Richtungen prüfen: Längs, quer und diagonal messen.
  4. Abweichungen feststellen: Abstände zwischen Richtlatte und Untergrund prüfen.
  5. Ergebnis beurteilen: Prüfen, ob die Fläche für das geplante Plattenformat geeignet ist.

Die erforderliche Ebenheit hängt unter anderem vom Plattenformat, vom Untergrund und von den vereinbarten Anforderungen ab. Für die konkrete Ausführung in der Schweiz sind die anwendbaren Normen, insbesondere die SIA 248, sowie die jeweiligen Herstellerangaben zu berücksichtigen.

Merke: Je grösser das Plattenformat, desto sorgfältiger muss die Ebenheit des Untergrunds geprüft und bei Bedarf korrigiert werden.

Wie wird der Untergrund fachgerecht vorbereitet?

Schritt 1: Oberfläche reinigen

Staub, lose Bestandteile und haftungsmindernde Rückstände entfernen, damit die Oberfläche für die nachfolgenden Arbeiten geeignet ist.

Schritt 2: Untergrund kontrollieren

Die Fläche auf Risse, Abplatzungen, lose Bereiche, Unebenheiten und mögliche Verformungen prüfen. Auffällige Stellen müssen vor der weiteren Verarbeitung beurteilt werden.

Schritt 3: Erhebungen und Vertiefungen korrigieren

Je nach Untergrund können lokale Erhebungen abgeschliffen und Vertiefungen mit einer geeigneten Ausgleichsmasse ausgeglichen werden. Die verwendeten Materialien müssen für den Untergrund und die anschliessende Fliesenverlegung geeignet sein.

Schritt 4: Tragfähigkeit und Feuchtigkeit prüfen

Sicherstellen, dass der Untergrund ausreichend fest ist. Bei Estrichen sind die Estrichart und die zulässige Restfeuchtigkeit zu berücksichtigen.

Schritt 5: Grundierung und weitere Massnahmen festlegen

Abhängig vom Untergrund kann eine geeignete Grundierung erforderlich sein. In Nassbereichen muss ausserdem geprüft werden, welche Abdichtungsmassnahmen für den vorgesehenen Aufbau notwendig sind.

Schritt 6: Endkontrolle durchführen

Nach den Vorbereitungs- und Ausgleichsarbeiten die Oberfläche erneut prüfen. Erst wenn die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, sollte mit den nachfolgenden Arbeitsschritten begonnen werden.

Was ist bei unterschiedlichen Untergründen zu beachten?

Zementestrich: Festigkeit, Ebenheit, Oberflächenbeschaffenheit und Belegreife prüfen. Bei Fussbodenheizungen sind zusätzlich die Vorgaben zum Funktionsheizen und zur Belegreife einzuhalten.

Calciumsulfat- und Anhydritestrich: Besonders auf Restfeuchtigkeit, Oberflächenfestigkeit und die vorgeschriebene Grundierung achten.

Beton: Die Fläche auf ausreichende Festigkeit, Verschmutzungen, Trennmittel, lose Oberflächenschichten und Risse kontrollieren.

Bestehende Fliesenbeläge: Prüfen, ob die vorhandenen Platten fest sitzen und der gesamte Aufbau für die zusätzliche Belastung geeignet ist. Auch Aufbauhöhe, Anschlüsse und Übergänge berücksichtigen.

Trockenestrich und Gipsfaserplatten: Stabilität, Steifigkeit und zulässige Belastung prüfen. Der Aufbau muss für die vorgesehene Fliesenverlegung geeignet sein.

Holzuntergründe: Auf ausreichende Stabilität und mögliche Bewegungen achten. Je nach Situation ist ein speziell abgestimmter Systemaufbau erforderlich.

Verputzte Wände und Gipskarton: Tragfähigkeit, Ebenheit und Oberflächenbeschaffenheit prüfen. In Nassbereichen sind die erforderlichen Abdichtungsmassnahmen zu berücksichtigen.

Wann sind Grundierung und Ausgleich erforderlich?

Ob eine Grundierung oder eine Ausgleichsmasse erforderlich ist, hängt von der Art und dem Zustand des Untergrunds ab. Mögliche Massnahmen sind das Entfernen loser Schichten, das Abschleifen lokaler Erhebungen, das Ausgleichen von Vertiefungen, das Auftragen einer geeigneten Grundierung und die fachgerechte Behandlung vorhandener Risse.

Die eingesetzten Materialien müssen untereinander kompatibel sein. Die Herstellerangaben zu Verarbeitung, Trocknung und Weiterverarbeitung sind einzuhalten.

Die eigentliche Grundierung bildet den nächsten Arbeitsschritt in unserem Leitfaden.

Warum ist die Untergrundvorbereitung für LEVELING SWISS entscheidend?

Das LEVELING SWISS Fliesen-Nivelliersystem unterstützt dabei, benachbarte Platten während der Verlegung präzise zueinander auszurichten und Höhenversätze zu reduzieren. Voraussetzung für ein sauberes Ergebnis bleibt jedoch ein fachgerecht vorbereiteter Untergrund.

Ein Nivelliersystem kann weder einen instabilen Untergrund stabilisieren noch grössere Unebenheiten ausgleichen. Eine sorgfältige Vorbereitung erleichtert die anschliessende Verlegung und schafft die Grundlage für ein gleichmässiges Fugenbild.

Die richtige Reihenfolge lautet: Untergrund prüfen, fachgerecht vorbereiten und anschliessend die Platten mit dem geeigneten Verlegesystem präzise ausrichten.

SCHRITT 02

Grundieren – die richtige Vorbereitung für eine optimale Haftung

Nach der Vorbereitung des Untergrunds folgt das Grundieren. Eine geeignete Grundierung kann die Saugfähigkeit des Untergrunds regulieren und die Haftung nachfolgender Materialien unterstützen. Welche Grundierung benötigt wird, hängt von der Beschaffenheit der Oberfläche und dem vorgesehenen Verlegesystem ab.

Warum ist eine Grundierung wichtig?

Unterschiedliche Untergründe nehmen Wasser unterschiedlich schnell auf oder besitzen eine glatte, wenig saugfähige Oberfläche. Eine passende Grundierung bereitet den Untergrund auf die nächsten Arbeitsschritte vor und unterstützt einen gleichmässigen Materialauftrag.

Wichtig ist, zwischen einer Grundierung für saugfähige Untergründe und einer Haftgrundierung für glatte, nicht saugende Oberflächen zu unterscheiden. Nicht jedes Produkt eignet sich für jede Oberfläche.

Welche Grundierung ist für welchen Untergrund geeignet?

Zementestrich

Produktbeispiel: PROBAU Universalgrundierung

Zementestrich ist je nach Oberflächenbeschaffenheit unterschiedlich saugfähig. Vor dem Grundieren muss der Estrich ausreichend fest, sauber, trocken und belegreif sein. Staub und lose Bestandteile sind gründlich zu entfernen.

Auf geeigneten saugfähigen Untergründen kann eine passende Grundierung helfen, die Saugfähigkeit zu regulieren und die Haftung nachfolgender Materialien zu unterstützen. Prüfen Sie anhand des aktuellen technischen Merkblatts, ob die PROBAU Universalgrundierung für Ihren Estrich und den geplanten Verlegeaufbau geeignet ist.

Bei absandenden oder beschädigten Estrichflächen reicht eine Grundierung allein nicht aus. Solche Stellen müssen vor der weiteren Verarbeitung fachgerecht beurteilt und gegebenenfalls saniert werden.

Calciumsulfat- und Anhydritestrich

Produktbeispiel: PROBAU Universalgrundierung – Eignung vorher prüfen

Bei Calciumsulfat- und Anhydritestrichen müssen die Restfeuchtigkeit, die Oberflächenfestigkeit und die vorgeschriebene Untergrundvorbereitung besonders sorgfältig geprüft werden.

Verwenden Sie die PROBAU Universalgrundierung nur, wenn das aktuelle technische Merkblatt den konkreten Estrich und den vorgesehenen Verlegeaufbau abdeckt. Beachten Sie zusätzlich die Vorgaben des Estrichherstellers sowie des Herstellers von Fliesenkleber und gegebenenfalls Abdichtung.

Beton

Produktbeispiel: PROBAU Universalgrundierung

Auf geeigneten saugfähigen Betonflächen kann eine Grundierung helfen, die Saugfähigkeit zu regulieren und die Haftung nachfolgender Materialien zu verbessern.

Vor dem Auftrag müssen Staub, lose Oberflächenschichten, Öl, Trennmittel und andere haftungsmindernde Rückstände vollständig entfernt werden. Bei glattem, dichtem oder wenig saugfähigem Beton ist zu prüfen, ob stattdessen eine spezielle Haftgrundierung erforderlich ist.

Bestehende Fliesenbeläge

Produktbeispiel: Racofix Haftgrund

Wenn neue Fliesen auf einem bestehenden Fliesenbelag verlegt werden sollen, wird häufig eine spezielle Haftgrundierung für glatte, nicht saugende Oberflächen benötigt.

Der Racofix Haftgrund ist ein Produktbeispiel für diese Anwendung. Der bestehende Belag muss fest sitzen und gründlich gereinigt werden. Lose Fliesen und beschädigte Stellen müssen zuerst instand gesetzt werden. Prüfen Sie ausserdem, ob der vorhandene Aufbau für das zusätzliche Gewicht geeignet ist und ob das Produkt für den geplanten Verlegeaufbau freigegeben ist.

Putz, Gipskarton und andere Wanduntergründe

Produktbeispiel: PROBAU Universalgrundierung – abhängig vom Untergrund

Bei saugfähigem Putz und geeigneten Plattenuntergründen kann eine passende Grundierung die Saugfähigkeit regulieren und die Haftung nachfolgender Materialien unterstützen.

Ob die PROBAU Universalgrundierung für den jeweiligen Putz, Gipskarton oder Plattenwerkstoff geeignet ist, muss anhand des aktuellen Produktdatenblatts geprüft werden. Besonders in Badezimmern und anderen Nassbereichen ist zusätzlich die erforderliche Verbundabdichtung zu berücksichtigen. Eine Grundierung ersetzt keine Abdichtung.

Grundierung richtig auftragen – Schritt für Schritt

  1. Untergrund kontrollieren: Prüfen Sie, ob die Fläche fest, sauber und für die weitere Verarbeitung geeignet ist.
  2. Gründlich reinigen: Entfernen Sie Staub, lose Bestandteile, Fett und andere haftungsmindernde Rückstände.
  3. Passendes Produkt auswählen: Berücksichtigen Sie die Saugfähigkeit des Untergrunds und die Vorgaben des Fliesenkleber- und Abdichtungssystems.
  4. Grundierung auftragen: Tragen Sie das Produkt entsprechend den Angaben des Herstellers gleichmässig auf. Vermeiden Sie Pfützen und übermässigen Materialauftrag.
  5. Trocknungszeit einhalten: Lassen Sie die Grundierung so lange trocknen, wie es im technischen Merkblatt vorgeschrieben ist.
  6. Weiterarbeiten: Beginnen Sie erst dann mit dem nächsten Arbeitsschritt, wenn die Grundierung für die weitere Verarbeitung freigegeben ist.
Wichtig: Verwenden Sie keine Grundierung allein aufgrund ihres Namens. Entscheidend sind der konkrete Untergrund, die Angaben des Herstellers und die Kompatibilität mit Fliesenkleber und Abdichtungssystem. Eine Grundierung kann keine beschädigte oder nicht tragfähige Oberfläche reparieren.

Häufige Fehler beim Grundieren

  • Die Grundierung passt nicht zur Saugfähigkeit oder Beschaffenheit des Untergrunds.
  • Staub, Fett oder lose Bestandteile wurden vor dem Auftrag nicht vollständig entfernt.
  • Die Grundierung wird zu dick aufgetragen oder es bleiben Pfützen zurück.
  • Die vorgeschriebene Trocknungszeit wird nicht eingehalten.
  • Die Verträglichkeit mit Fliesenkleber oder Abdichtungssystem wurde nicht geprüft.

Geeignete Produkte

Für die Auswahl können beispielsweise folgende Produkte als Ausgangspunkt dienen. Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuelle Produktbeschreibung, die Verfügbarkeit und die Eignung für Ihren konkreten Untergrund.

  • PROBAU Universalgrundierung – für geeignete saugfähige Untergründe, sofern das Produktdatenblatt den vorgesehenen Einsatz bestätigt.
  • Racofix Haftgrund – als Produktbeispiel für glatte, nicht saugende Oberflächen wie bestehende Fliesenbeläge, sofern für den geplanten Aufbau freigegeben.

Die richtige Grundierung schafft eine wichtige Voraussetzung für die folgenden Arbeitsschritte. Erst wenn der Untergrund fachgerecht vorbereitet und die Grundierung vollständig entsprechend den Herstellervorgaben verarbeitet wurde, sollte mit dem Verlegen der Fliesen begonnen werden.

SCHRITT 03

Fliesenkleber richtig auswählen und auftragen

Der richtige Fliesenkleber ist entscheidend für eine dauerhaft sichere Verbindung zwischen Fliese und Untergrund. Welcher Kleber geeignet ist, hängt unter anderem vom Fliesenmaterial, dem Format, dem Untergrund und dem Einsatzbereich ab. Auch die Verarbeitungszeit und die gewünschte Dauer bis zur Begehbarkeit spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle.

Welcher Fliesenkleber ist der richtige?

Flexkleber für die normale Fliesenverlegung

Ein zementärer Flexkleber ist für viele übliche Fliesenarbeiten eine geeignete Wahl, sofern das Produkt für den jeweiligen Untergrund und Fliesenbelag freigegeben ist. Er wird mit Wasser angemischt und bietet bei korrekter Verarbeitung eine belastbare Verbindung.

Für die Auswahl sind insbesondere die Klassifizierung des Klebers, die zulässige Schichtdicke und die Herstellerangaben zu beachten. Bei grossformatigen Fliesen, beheizten Untergründen, Aussenbereichen oder besonderen Untergründen muss geprüft werden, ob ein entsprechend verformungsfähiger Kleber erforderlich ist.

Schnellkleber für zeitkritische Arbeiten

Wenn ein Fliesenbelag möglichst schnell wieder begehbar und verfugbar sein soll, kann ein schnell erhärtender Fliesenkleber die passende Lösung sein. Solche Produkte werden häufig bei zeitkritischen Renovierungen und Reparaturen eingesetzt.

Konkretes Produktbeispiel: PCI FT Rapid

PCI FT Rapid ist ein flexibler, schnell erhärtender Fliesenkleber für keramische Fliesen und Platten. Laut Hersteller ist die Fläche bereits nach ungefähr 3 Stunden begehbar und verfugbar.

  • Einsatzbereich: Innen- und Aussenbereich, Wand und Boden
  • Geeignete Beläge: keramische Fliesen, Platten und Feinsteinzeug
  • Kleberbett: 1 bis 5 mm
  • Begehbarkeit: nach ungefähr 3 Stunden
  • Verfugung: nach ungefähr 3 Stunden
  • Lieferform: 25-kg-Sack

Die genannten Zeiten gelten unter den vom Hersteller vorgesehenen Bedingungen. Temperatur, Untergrund, Fliesenmaterial und Verarbeitung können die tatsächliche Erhärtung beeinflussen. Prüfen Sie deshalb vor Beginn der Arbeiten immer das aktuelle technische Merkblatt.

Wichtig: Schnell erhärtender Kleber bedeutet nicht, dass beim Verlegen schneller und ungenauer gearbeitet werden darf. Mischen Sie nur so viel Material an, wie innerhalb der angegebenen Verarbeitungszeit verarbeitet werden kann.

Die passende Zahnkelle auswählen

Für das Auftragen des Fliesenklebers wird eine Zahnkelle, auch Kammkelle genannt, verwendet. Mit ihr wird der Kleber gleichmässig aufgekämmt, sodass beim Einlegen der Fliese ein möglichst vollflächiger Kontakt entstehen kann.

Welche Zahnung geeignet ist, hängt vom Fliesenformat, dem Profil der Fliesenrückseite, der Ebenheit des Untergrunds und den Vorgaben des Kleberherstellers ab. Eine grössere Fliese benötigt häufig eine grössere Zahnung als eine kleine Fliese. Es gibt jedoch keine Zahngrösse, die für alle Fliesen und Untergründe passt.

  • Kleinere Fliesen: Häufig reicht eine kleinere Zahnung, sofern Fliese und Untergrund dies zulassen.
  • Mittlere Fliesenformate: Die Zahnung muss so gewählt werden, dass ausreichend Kleberkontakt erreicht wird.
  • Grossformatige Fliesen: Hier sind die Ebenheit des Untergrunds, die Rückseitenstruktur und die erforderliche Benetzung besonders wichtig. Je nach Verlegesystem kann zusätzlich das Buttering-Floating-Verfahren erforderlich sein.

Die Zahnkelle sollte beim Aufkämmen gleichmässig geführt werden. Halten Sie sie in einem konstanten Winkel und achten Sie darauf, dass die Kleberrillen gleichmässig verlaufen. Kontrollieren Sie bei den ersten Fliesen durch Abheben einer frisch eingelegten Fliese, ob die Rückseite ausreichend mit Kleber benetzt ist.

Passendes Werkzeug: Mit der richtigen Zahnkelle lässt sich der Fliesenkleber gleichmässig verteilen. Wählen Sie die Zahnung passend zum Fliesenformat und zum vorgesehenen Verlegesystem.

Fliesenkleber richtig auftragen – Schritt für Schritt

  1. Untergrund kontrollieren: Die Fläche muss ausreichend fest, sauber und für das vorgesehene Verlegesystem geeignet sein.
  2. Kleber vorbereiten: Pulverförmigen Kleber mit der vorgeschriebenen Wassermenge anmischen. Mischverhältnis, Mischzeit und gegebenenfalls Reifezeit müssen dem technischen Merkblatt entsprechen.
  3. Kontaktschicht auftragen: Eine dünne Schicht Kleber mit der glatten Seite der Kelle fest auf den Untergrund aufziehen.
  4. Kleber aufkämmen: Mit der passenden Zahnkelle gleichmässige Kleberrillen herstellen. Nur so viel Fläche vorbereiten, wie innerhalb der offenen Zeit belegt werden kann.
  5. Fliesen einlegen: Die Fliese in das frische Kleberbett einlegen und mit einer geeigneten Bewegung andrücken, damit die Rillen ausreichend zusammengedrückt werden.
  6. Kleberkontakt kontrollieren: Bei den ersten Fliesen die Benetzung der Rückseite prüfen und die Verarbeitung bei Bedarf anpassen.
  7. Fugen freihalten: Austretenden Kleber rechtzeitig aus den Fugen entfernen, bevor er erhärtet.
  8. Aushärten lassen: Die vorgeschriebene Wartezeit bis zum Begehen und Verfugen einhalten.

Häufige Fehler beim Verkleben

  • Es wird ein Kleber verwendet, der nicht zum Untergrund oder Fliesenmaterial passt.
  • Die Zahnung der Kelle ist ungeeignet oder der Kleber wird ungleichmässig aufgetragen.
  • Es wird zu viel Fläche auf einmal eingekämmt und der Kleber bildet bereits eine Haut.
  • Die Fliese wird nicht ausreichend in das Kleberbett eingearbeitet.
  • Die vorgegebene Wassermenge wird beim Anmischen verändert.
  • Die Fläche wird zu früh begangen oder verfugt.

Eine fachgerechte Kleberauswahl, die passende Zahnkelle und eine gleichmässige Verarbeitung bilden die Grundlage für eine zuverlässige Fliesenverlegung. Im nächsten Schritt werden die Fliesen exakt ausgerichtet und die Fugen gleichmässig eingestellt.

SCHRITT 04

Fliesen richtig verlegen, ausrichten und die Fugenbreite bestimmen

Nach dem Auftragen des Fliesenklebers wird die erste Fliese in das Kleberbett eingelegt und sorgfältig ausgerichtet. Anschliessend werden die Laschen des Fliesennivelliersystems entlang der Fliesenkanten positioniert. Die benachbarte Fliese wird danach so eingesetzt, dass die Laschen zwischen den Fliesen liegen und die gewünschte Fugenbreite vorgeben.

Ein präzises Vorgehen ist besonders bei grossformatigen Fliesen wichtig. Bereits kleine Abweichungen können sich über eine grössere Fläche fortsetzen und zu einem ungleichmässigen Fugenbild oder Höhenunterschieden zwischen benachbarten Fliesen führen.

Die richtige Reihenfolge beim Verlegen

  1. Erste Fliese einlegen und ausrichten: Legen Sie die erste Fliese in das vorbereitete Kleberbett. Richten Sie sie entsprechend der geplanten Verlegerichtung aus und kontrollieren Sie ihre Position.
  2. Laschen positionieren: Setzen Sie die Laschen des Nivelliersystems an den vorgesehenen Stellen entlang der Fliesenkanten ein. Wie viele Laschen benötigt werden und wo sie platziert werden, hängt vom Fliesenformat und vom verwendeten System ab.
  3. Benachbarte Fliese einsetzen: Legen Sie die nächste Fliese in das frische Kleberbett und führen Sie sie vorsichtig an die Laschen heran. Die Laschen bestimmen die vorgesehene Breite der Fuge zwischen den Fliesen.
  4. Fugenverlauf kontrollieren: Prüfen Sie, ob die Fugen gleichmässig verlaufen und die Fliesen korrekt positioniert sind. Nehmen Sie notwendige Korrekturen vor, solange der Kleber dies zulässt.
  5. Weitere Fliesen verlegen: Wiederholen Sie den Vorgang Fliese für Fliese. Kontrollieren Sie regelmässig die Ausrichtung und den Verlauf der Fugen über die gesamte Fläche.

Welche Fugenbreite ist die richtige?

Die Laschen sind in unterschiedlichen Breiten erhältlich. Die gewählte Breite bestimmt den Abstand zwischen den benachbarten Fliesen. Bei vielen Fliesennivelliersystemen sind insbesondere 1,8 mm und 2 mm gängige Optionen. Je nach Fliesenmaterial und Verlegesituation kommen auch andere Fugenbreiten infrage.

  • 1 mm: Für Anwendungen, bei denen Fliesenmaterial und Verlegesystem eine sehr schmale Fuge zulassen.
  • 1,5 mm: Für geeignete Fliesen und Verlegesituationen mit schmaler Fuge.
  • 1,8 mm: Eine häufig angebotene Fugenbreite für Fliesennivelliersysteme.
  • 2 mm: Eine verbreitete Wahl für ein gleichmässiges Fugenbild.
  • 3 mm: Für Verlegesituationen, bei denen eine breitere Fuge vorgesehen ist.

Die richtige Fugenbreite hängt unter anderem vom Fliesenformat, der Masshaltigkeit und Beschaffenheit der Fliesen sowie den Vorgaben des Fliesenherstellers ab. Auch die spätere Verfugung muss berücksichtigt werden. Wählen Sie deshalb nicht automatisch die schmalste verfügbare Fuge, sondern die Breite, die für den konkreten Belag geeignet ist.

Wichtig: Die Laschen bestimmen den Abstand zwischen den Fliesen. Sie ersetzen jedoch nicht die fachgerechte Planung von Rand- und Bewegungsfugen. Diese müssen entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Verlegebereichs ausgeführt werden.

Welche Verlegemuster gibt es?

Neben der Fugenbreite bestimmt auch das Verlegemuster das Erscheinungsbild der fertigen Fläche. Je nach Fliesenformat, Raumgestaltung und gewünschter Optik können Fliesen gerade, versetzt oder in einem dekorativen Muster verlegt werden. Das Verlegemuster sollte bereits vor Beginn der Arbeiten festgelegt werden.

Diagonalverband – diagonale Verlegung

Beim Diagonalverband werden die Fliesen in der Regel im 45-Grad-Winkel zu den Raumwänden verlegt. Dadurch entsteht ein diagonales Fugenbild, das besonders bei quadratischen Fliesen zur Geltung kommt. Diese Verlegeart kann Räume optisch grosszügiger wirken lassen, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und mehr Zuschnittarbeit an den Rändern.

Kreuzverband – gerade Fugen

Beim Kreuzverband werden die Fliesen in geraden Reihen verlegt. Die Längs- und Querfugen treffen regelmässig aufeinander und bilden ein gleichmässiges Raster. Diese Verlegeart eignet sich für quadratische und rechteckige Fliesen und sorgt für ein klares, geordnetes Erscheinungsbild.

Halbverband – Versatz um die halbe Fliesenlänge (1/2)

Beim Halbverband wird jede neue Reihe um die halbe Länge der Fliese gegenüber der vorherigen Reihe verschoben. Das Fugenbild erinnert an eine Ziegelmauer und wirkt lebendiger als eine gerade Verlegung.

Bei langen oder grossformatigen Fliesen kann ein Versatz von 50 Prozent sichtbare Höhenunterschiede zwischen benachbarten Fliesen begünstigen. Prüfen Sie deshalb die Verlegeempfehlung des Fliesenherstellers, bevor Sie dieses Muster wählen.

Drittelverband – Versatz um ein Drittel der Fliesenlänge (1/3)

Beim Drittelverband wird jede Reihe um etwa ein Drittel der Fliesenlänge verschoben. Dieses Muster eignet sich häufig für längliche Fliesen und Fliesen in Holzoptik. Bei geeigneten Formaten kann der Drittelverband das Risiko auffälliger Höhenunterschiede gegenüber einem Halbverband reduzieren.

Beachten Sie die Angaben des Fliesenherstellers zum maximal zulässigen Fugenversatz.

Fischgrätverband – dekoratives Fischgrätmuster

Beim Fischgrätmuster werden rechteckige Fliesen im Wechsel rechtwinklig zueinander angeordnet. Dadurch entsteht ein charakteristisches Zickzackmuster, das besonders bei länglichen Fliesen dekorativ wirkt.

Die Verlegung erfordert eine genaue Planung, eine präzise Ausrichtung und mehr Zuschnittarbeit als viele gerade Verlegemuster. Achten Sie darauf, dass das Fliesenformat für das gewünschte Muster geeignet ist.

Vor der Verlegung planen: Legen Sie das Verlegemuster, den Startpunkt und die Fugenbreite vor dem Anmischen des Klebers fest. So lassen sich ungünstige schmale Zuschnitte an den Rändern und Abweichungen im Fugenbild besser vermeiden.

Wie werden die Laschen richtig positioniert?

Die Anzahl und Position der Laschen richten sich nach der Grösse der Fliesen und den Vorgaben des Nivelliersystems. Bei grösseren Formaten müssen die Laschen so verteilt werden, dass die Fliesen während der Verarbeitung an den vorgesehenen Stellen ausgerichtet werden können.

Positionieren Sie die Laschen gleichmässig entlang der betreffenden Kanten. Achten Sie darauf, dass sie korrekt zwischen den Fliesen sitzen und nicht schräg oder ungewollt verschoben werden. Die benachbarte Fliese wird anschliessend vorsichtig an die Laschen herangeführt.

Die erste Fliese richtig ausrichten – mit Laser oder Richtschnur

Die erste Fliese bildet die Grundlage für die gesamte Verlegefläche. Wird sie schief positioniert, können sich die Abweichungen auf die folgenden Reihen übertragen. Deshalb sollten der Startpunkt und die Verlegerichtung vor dem Auftragen des Fliesenklebers genau festgelegt werden.

Mit dem Kreuzlinienlaser arbeiten

Ein Kreuzlinienlaser projiziert gerade Referenzlinien auf den Untergrund oder an die Wand. An diesen Linien können Sie die erste Fliese und die anschliessenden Fliesenreihen ausrichten. Besonders bei grossen Flächen hilft der Laser dabei, die Verlegerichtung regelmässig zu kontrollieren.

Eine Richtschnur spannen

Alternativ können Sie eine Richtschnur zwischen zwei festgelegten Punkten spannen. Sie dient als Orientierung für die erste Fliesenreihe und hilft dabei, einen geraden Verlauf einzuhalten. Achten Sie darauf, dass die Schnur korrekt positioniert ist und die Fliesen beim Verlegen nicht verschoben wird.

Vor dem Verlegen kontrollieren

  1. Verlegerichtung festlegen: Bestimmen Sie den Startpunkt und prüfen Sie, wie die Fliesen an den Wänden und Rändern auslaufen.
  2. Referenzlinie markieren: Verwenden Sie einen Kreuzlinienlaser, eine Richtschnur oder eine geeignete Markierung.
  3. Erste Fliese ausrichten: Richten Sie die Fliese an der Referenz aus und kontrollieren Sie ihre Position mit einem geeigneten Richtwerkzeug.
  4. Weitere Fliesen kontrollieren: Prüfen Sie regelmässig, ob die folgenden Fliesen und Fugen dem geplanten Verlauf folgen.
Profi-Tipp: Verlassen Sie sich nicht ausschliesslich auf eine Wand als Referenz. Wände können schief verlaufen. Richten Sie die erste Fliese deshalb anhand einer kontrollierten Referenzlinie aus und prüfen Sie den Verlauf regelmässig.

Warum ist die genaue Ausrichtung so wichtig?

Eine gleichmässige Fugenbreite und eine sorgfältige Ausrichtung sorgen für ein sauberes Gesamtbild. Besonders bei grossformatigen Fliesen fallen Höhenunterschiede zwischen benachbarten Kanten schnell auf.

Ein Fliesennivelliersystem unterstützt dabei, die Höhenlage benachbarter Fliesen während der Verarbeitung aufeinander abzustimmen. Voraussetzung bleiben ein geeigneter Untergrund, eine fachgerechte Kleberverteilung und die korrekte Anwendung des jeweiligen Systems.

Profi-Tipp: Kontrollieren Sie die Ausrichtung regelmässig, während Sie die Fliesen verlegen. Warten Sie nicht bis zum Ende der Fläche, um Abweichungen zu korrigieren. Sobald der Kleber erhärtet ist, lassen sich die Fliesen nicht mehr auf dieselbe Weise nachjustieren.

Häufige Fehler beim Verlegen und Ausrichten

  • Die erste Fliese wird nicht sorgfältig ausgerichtet und dient dadurch als ungenaue Grundlage für die folgenden Fliesen.
  • Die Laschen werden nicht passend zum Fliesenformat oder nicht gleichmässig entlang der Kanten positioniert.
  • Die benachbarte Fliese wird nicht vorsichtig an die Laschen herangeführt.
  • Die Fugenbreite wird während der Verlegung verändert.
  • Höhenunterschiede und Abweichungen werden zu spät erkannt.
  • Es wird versucht, Unebenheiten des Untergrunds allein durch das Nivelliersystem auszugleichen.

Wenn die Fliesen korrekt positioniert und die Laschen eingesetzt sind, folgt der nächste Schritt: Je nach Bauart des Nivelliersystems werden Keile eingeschoben oder Drehkappen aufgesetzt und gespannt. Dadurch werden die benachbarten Fliesen während der weiteren Verarbeitung in ihrer Höhenlage unterstützt.

SCHRITT 05

Fliesennivelliersystem richtig verwenden

Ein Fliesennivelliersystem hilft dabei, benachbarte Fliesen während der Verlegung in ihrer Höhenlage aufeinander abzustimmen. Es unterstützt ein gleichmässiges Verlegebild und kann sichtbare Höhenunterschiede zwischen benachbarten Fliesenkanten reduzieren.

Ein Nivelliersystem besteht je nach Bauart aus Laschen und Keilen oder aus Laschen mit Gewinde und wiederverwendbaren Drehkappen. Die Laschen werden zwischen den Fliesen positioniert. Anschliessend wird das jeweilige Spannteil eingesetzt und so angezogen, dass die Fliesen aufeinander ausgerichtet werden.

Wie funktioniert ein Fliesennivelliersystem?

Nachdem die erste Fliese ausgerichtet und die Laschen positioniert wurden, wird die benachbarte Fliese in das Kleberbett eingesetzt. Die Laschen liegen zwischen den Fliesen und bestimmen die vorgesehene Fugenbreite. Anschliessend wird das passende Spannteil montiert.

Durch das vorsichtige Spannen werden die benachbarten Fliesen während der Verarbeitung auf eine möglichst gleichmässige Höhe gebracht. Das System muss entsprechend den Herstellerangaben verwendet werden. Zu starkes Anziehen kann die Fliesenposition beeinträchtigen oder das System beschädigen.

Welche Arten von Nivelliersystemen gibt es?

System mit Laschen und Keilen

Bei diesem System werden die Laschen zwischen den Fliesen eingesetzt. Anschliessend wird ein Keil durch die Öffnung der Lasche geschoben. Der Keil wird so weit eingeschoben, bis die benachbarten Fliesen aufeinander ausgerichtet sind.

Je nach System kann eine spezielle Nivellierzange helfen, die Keile gleichmässig und kontrolliert einzuschieben. Die Zange muss zum verwendeten System passen und entsprechend eingestellt werden.

System mit Laschen und Drehkappen

Bei einem System mit Drehkappen werden die passenden Kappen auf die Laschen mit Gewinde aufgesetzt. Durch Drehen wird der Druck aufgebaut, der die benachbarten Fliesen während der Verarbeitung in ihrer Höhenlage unterstützt.

Die Kappen können bei dafür vorgesehenen Systemen nach dem Aushärten des Klebers wiederverwendet werden. Laschen, Gewinde und Kappen müssen miteinander kompatibel sein und dürfen nicht beliebig kombiniert werden.

Fliesennivelliersystem richtig einsetzen – Schritt für Schritt

  1. Fliesen positionieren: Legen Sie die Fliesen in das frische Kleberbett und richten Sie sie entsprechend dem geplanten Verlegemuster aus.
  2. Laschen einsetzen: Positionieren Sie die Laschen an den vorgesehenen Stellen zwischen den Fliesen. Anzahl und Abstand richten sich nach dem Fliesenformat und den Angaben des Systemherstellers.
  3. Spannteil montieren: Schieben Sie beim Keilsystem den passenden Keil ein oder setzen Sie beim Schraubsystem die vorgesehene Drehkappe auf.
  4. Fliesen ausrichten: Spannen Sie das System vorsichtig und gleichmässig. Kontrollieren Sie dabei die Höhenlage und die Fugenführung.
  5. Weitere Fliesen verlegen: Wiederholen Sie den Vorgang und überprüfen Sie regelmässig die gesamte Fläche.
  6. Aushärten lassen: Lassen Sie den Fliesenkleber entsprechend den Herstellerangaben erhärten, bevor Sie die Laschen entfernen.
Wichtig: Ein Nivelliersystem ersetzt weder einen ebenen Untergrund noch eine fachgerechte Kleberverteilung. Die Fliesen müssen ausreichend im Kleberbett eingebettet sein. Das System dient der Unterstützung der Höhenjustierung, nicht zum Ausgleichen grösserer Unebenheiten.

Wie viele Laschen werden benötigt?

Die benötigte Anzahl hängt vom Fliesenformat, der Kantenlänge, dem Verlegemuster und dem verwendeten Nivelliersystem ab. Bei grossformatigen Fliesen werden die Laschen in der Regel entlang der Kanten verteilt, damit die Fliesen an mehreren Stellen aufeinander ausgerichtet werden können.

Sie möchten wissen, wie viele Laschen Sie benötigen? Mit unserem Materialrechner können Sie den voraussichtlichen Materialbedarf für Ihr Fliesenprojekt einfach berechnen. Ermitteln Sie, wie viele Laschen Sie für Ihre Fliesenfläche benötigen, und planen Sie Ihren Einkauf passend zu Ihrem Projekt.

Beachten Sie die Anwendungshinweise des jeweiligen Systems. Bei Kreuzverband, Halbverband, Drittelverband oder Fischgrätverlegung kann die Positionierung je nach Fliesenformat und Kantenverlauf unterschiedlich ausfallen.

Die passende Fugenbreite wählen

Laschen sind je nach System für unterschiedliche Fugenbreiten erhältlich. Gängige Varianten sind beispielsweise 1 mm, 1,5 mm, 1,8 mm, 2 mm und 3 mm. Welche Breite geeignet ist, richtet sich nach dem Fliesenmaterial, dem Format und den Vorgaben des Fliesenherstellers.

Die Fugenbreite muss bereits bei der Auswahl der Laschen berücksichtigt werden. Verwenden Sie nur Komponenten, die für das jeweilige Nivelliersystem vorgesehen sind.

Häufige Fehler bei der Anwendung

  • Laschen und Spannteile unterschiedlicher, nicht kompatibler Systeme werden miteinander kombiniert.
  • Es werden zu wenige Nivellierlaschen eingesetzt, um die Fliesen ausreichend auszurichten.
  • Keile oder Drehkappen werden zu stark angezogen.
  • Das Nivelliersystem wird verwendet, um einen unebenen Untergrund auszugleichen.
  • Die Fliesen werden nicht ausreichend in das Kleberbett eingearbeitet.
  • Die Laschen werden entfernt, bevor der Kleber ausreichend erhärtet ist.

Warum die richtige Anwendung entscheidend ist

Ein korrekt verwendetes Fliesennivelliersystem unterstützt ein gleichmässiges Oberflächenbild und erleichtert die Ausrichtung benachbarter Fliesen. Entscheidend bleiben jedoch die Vorbereitung des Untergrunds, die passende Kleberwahl, eine ausreichende Kleberbenetzung und die Einhaltung der Verarbeitungsvorgaben.

Nach der vorgeschriebenen Aushärtezeit werden die Laschen entsprechend den Anweisungen des Herstellers entfernt. Danach kann die Fläche für die nächsten Arbeitsschritte vorbereitet werden.

SCHRITT 06

Fliesenkleber aushärten lassen – die richtige Wartezeit beachten

Nachdem die Fliesen ausgerichtet und das Nivelliersystem gespannt wurde, muss der Fliesenkleber ausreichend aushärten. Während dieser Zeit entwickelt der Kleber seine Festigkeit und verbindet die Fliesen dauerhaft mit dem Untergrund.

Wie lange der Kleber zum Aushärten benötigt, hängt vom verwendeten Produkt, der Schichtdicke, der Saugfähigkeit des Untergrunds, dem Fliesenmaterial und den Umgebungsbedingungen ab. Deshalb gibt es keine einheitliche Wartezeit für alle Fliesenarbeiten.

Wie lange muss Fliesenkleber aushärten?

Bei herkömmlichen zementären Fliesenklebern kann es deutlich länger dauern, bis die Fläche begehbar und verfugbar ist, als bei schnell erhärtenden Produkten. Die genauen Zeiten sind dem technischen Merkblatt des verwendeten Klebers zu entnehmen.

Schnell erhärtende Fliesenkleber ermöglichen bei geeigneten Bedingungen häufig eine frühere Begehbarkeit und Verfugung. Entscheidend sind jedoch immer die konkreten Herstellerangaben. Eine kurze angegebene Wartezeit darf nicht pauschal auf andere Kleber übertragen werden.

Wichtig: Begehbarkeit, Verfugbarkeit und vollständige Aushärtung sind nicht dasselbe. Halten Sie die für den jeweiligen Arbeitsschritt angegebene Wartezeit ein.

Wann dürfen die Laschen entfernt werden?

Die Laschen des Nivelliersystems dürfen erst entfernt werden, wenn der Fliesenkleber ausreichend erhärtet ist und die Fliesen ihre Position sicher halten. Werden die Laschen zu früh entfernt, können sich Fliesen verschieben oder die Höhenlage benachbarter Kanten verändern.

Bei Systemen mit abbrechbaren Laschen werden die überstehenden Teile nach der vorgeschriebenen Wartezeit entsprechend den Herstellerangaben entfernt. Bei Systemen mit wiederverwendbaren Drehkappen oder Keilen werden die entsprechenden Komponenten gemäss der Anleitung des jeweiligen Systems gelöst und entfernt.

Laschen richtig entfernen

  1. Wartezeit prüfen: Beachten Sie die Angaben des Fliesenkleberherstellers zur erforderlichen Aushärtung.
  2. System kontrollieren: Stellen Sie sicher, dass der Kleber ausreichend erhärtet ist und die Fliesen nicht mehr verschoben werden.
  3. Laschen entfernen: Entfernen Sie die Laschen entsprechend der vorgesehenen Bruchrichtung und den Herstellerangaben des Nivelliersystems.
  4. Fugen kontrollieren: Prüfen Sie, ob die Fugen frei von Laschenresten und überschüssigem Fliesenkleber sind.
  5. Fläche vorbereiten: Sobald die Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Fläche für das Verfugen vorbereitet werden.

Welche Faktoren beeinflussen die Aushärtung?

  • Temperatur: Niedrige Temperaturen können die Erhärtung verlangsamen.
  • Untergrund: Die Beschaffenheit und Saugfähigkeit des Untergrunds beeinflussen das Trocknungs- und Erhärtungsverhalten.
  • Fliesenformat: Grossformatige Fliesen und wenig saugende Beläge können andere Bedingungen schaffen als kleinere, stärker saugende Fliesen.
  • Kleberschicht: Die aufgetragene Schichtdicke muss innerhalb der zulässigen Produktangaben liegen.
  • Produktart: Schnell erhärtende und normal erhärtende Kleber haben unterschiedliche Verarbeitungs- und Wartezeiten.

Häufige Fehler während der Aushärtung

  • Die Fläche wird betreten, bevor der Kleber ausreichend erhärtet ist.
  • Laschen werden zu früh entfernt und dadurch Fliesen verschoben.
  • Die Verfugung beginnt, bevor der Kleber dafür freigegeben ist.
  • Die Wartezeit wird nur anhand allgemeiner Richtwerte statt anhand des konkreten Produkts bestimmt.
  • Die Fläche wird während der Aushärtung unnötig belastet.
Profi-Tipp: Planen Sie genügend Zeit für die Aushärtung ein. Halten Sie sich an das technische Merkblatt des verwendeten Fliesenklebers und entfernen Sie das Nivelliersystem erst zum vorgeschriebenen Zeitpunkt.

Nach ausreichender Aushärtung und dem Entfernen der Laschen kann die Fläche für den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet werden: das Reinigen der Fugen und das fachgerechte Verfugen der Fliesen.

SCHRITT 07

Fliesen richtig verfugen

Das Verfugen ist ein wichtiger Schritt bei der Fliesenverlegung. Die Fugen beeinflussen nicht nur das Erscheinungsbild der Fläche, sondern auch ihre Widerstandsfähigkeit und Pflege. Entscheidend sind die Wahl des passenden Fugenmörtels, die richtige Fugenfarbe und eine sorgfältige Verarbeitung.

Wann kann mit dem Verfugen begonnen werden?

Bevor du mit dem Verfugen beginnst, muss der Fliesenkleber ausreichend ausgehärtet sein. Wie lange du warten musst, hängt vom verwendeten Kleber, dem Untergrund, dem Fliesenformat und den Umgebungsbedingungen ab. Beachte deshalb immer die Angaben des Kleberherstellers.

Entferne zunächst alle Nivellierlaschen und kontrolliere, ob die Fugen frei von Kleberresten, Staub und anderen Verunreinigungen sind. Der Fugenmörtel muss ausreichend Platz haben, um gleichmässig eingebracht zu werden.

Welcher Fugenmörtel ist der richtige?

Nicht jeder Fugenmörtel eignet sich für jeden Einsatzbereich. Berücksichtige bei der Auswahl die Beanspruchung, die Feuchtigkeit, die Fliesenart und die vorgesehene Fugenbreite.

Zementärer Fugenmörtel

Zementärer Fugenmörtel ist eine häufig verwendete Lösung für Wand- und Bodenfliesen in Wohnräumen, Küchen und Badezimmern. Er ist in vielen Farben und für unterschiedliche Fugenbreiten erhältlich. Für stärker beanspruchte Flächen kann ein verbesserter Fugenmörtel mit erhöhter Abriebfestigkeit und reduzierter Wasseraufnahme sinnvoll sein.

Achte auf die Klassifizierung und die Einsatzbereiche auf der Verpackung. Je nach Produkt sind unterschiedliche Eigenschaften und Fugenbreiten zugelassen.

Epoxidharz-Fugenmörtel

Epoxidharzfugen sind besonders widerstandsfähig gegenüber vielen Chemikalien, Verschmutzungen und Feuchtigkeit. Sie kommen beispielsweise in stark beanspruchten Bereichen, gewerblichen Küchen oder bestimmten Nassbereichen zum Einsatz.

Die Verarbeitung ist anspruchsvoller als bei vielen zementären Fugenmörteln. Überschüssiges Material muss innerhalb der vorgeschriebenen Zeit sorgfältig entfernt werden. Deshalb ist es wichtig, die Verarbeitungshinweise genau einzuhalten und nur so viel Material anzumischen, wie innerhalb der Verarbeitungszeit verarbeitet werden kann.

Wichtig bei Nassbereichen: Fugenmörtel allein ersetzt keine fachgerecht ausgeführte Abdichtung. In Duschen und anderen wasserbeanspruchten Bereichen muss die Abdichtung unter dem Fliesenbelag entsprechend den geltenden Anforderungen geplant und ausgeführt werden.

Die passende Fugenbreite beachten

Die Fugenbreite beeinflusst sowohl die Optik als auch die technische Ausführung. Sie muss zur Fliese, zum Verlegemuster und zum verwendeten Fugenmörtel passen.

  • Schmale Fugen: Sie erzeugen ein ruhiges, modernes Gesamtbild. Voraussetzung ist, dass die Fliesen und der vorgesehene Fugenmörtel für diese Breite geeignet sind.
  • Breitere Fugen: Sie können bei bestimmten Fliesenformaten, Oberflächen oder Verlegearten erforderlich sein und betonen das Fugenraster stärker.
  • Unebenheiten und Massabweichungen: Die Fugenbreite muss auch mögliche Massabweichungen der Fliesen berücksichtigen.

Verwende ausschliesslich einen Fugenmörtel, dessen zulässiger Fugenbreitenbereich zur geplanten Verlegung passt. Die Angaben des Fliesen- und Fugenmörtelherstellers sind dabei massgebend.

Welche Fugenfarbe passt zu den Fliesen?

Die Fugenfarbe hat einen grossen Einfluss auf die Wirkung des fertigen Fliesenbelags. Du kannst die Farbe an die Fliesen anpassen oder bewusst einen Kontrast erzeugen.

  • Weiss und helle Farbtöne: Wirken frisch und dezent. Auf stark beanspruchten Böden können Verschmutzungen jedoch schneller sichtbar werden.
  • Hellgrau und Silbergrau: Passen zu vielen modernen Fliesen und sorgen für ein eher zurückhaltendes Fugenbild.
  • Grau und Mittelgrau: Sind vielseitig kombinierbar und können im Alltag einen praktischen Kompromiss zwischen heller und dunkler Fuge darstellen.
  • Anthrazit und Schwarz: Betonen das Fugenraster und erzeugen einen deutlichen Kontrast, beispielsweise bei hellen Fliesen.
  • Beige und Sandtöne: Harmonieren häufig mit Natursteinoptik, warmen Farben und Fliesen in Holzoptik.

Wenn die Fugenfarbe möglichst unauffällig sein soll, wähle einen Farbton, der zur Grundfarbe der Fliese passt. Soll das Verlegemuster bewusst betont werden, kann eine kontrastierende Farbe die Geometrie der Fläche hervorheben.

Berücksichtige auch die spätere Nutzung: Auf Böden in Eingangsbereichen und Küchen können sehr helle Fugen stärker verschmutzt wirken. In Badezimmern können auf sehr dunklen Fugen Kalkablagerungen und Seifenreste auffallen.

Tipp zur Farbauswahl: Beurteile die Fugenfarbe möglichst anhand eines Originalmusters zusammen mit der ausgewählten Fliese. Gedruckte Farbkarten und Bildschirme können Farben anders darstellen. Bei zementären Fugenmörteln können zudem Mischverhältnis, Wasserzugabe, Trocknung und Reinigung den endgültigen Farbton beeinflussen.

Diese Materialien und Werkzeuge werden benötigt

  • Passender Fugenmörtel für die gewählte Fliese und Fugenbreite
  • Sauberer Mischbehälter und geeignetes Rührwerkzeug, sofern erforderlich
  • Fugengummi zum gleichmässigen Einbringen des Fugenmörtels
  • Sauberes Wasser und ein geeignetes Schwammbrett zur Reinigung
  • Saubere Tücher zur abschliessenden Pflege, sofern vom Hersteller empfohlen
  • Geeignete Schutzkleidung gemäss den Produktangaben

Fugenmörtel richtig verarbeiten

  1. Material vorbereiten: Lies die Herstellerangaben und halte das vorgeschriebene Mischverhältnis ein. Gib nicht eigenmächtig zusätzlich Wasser hinzu.
  2. Fugenmörtel anmischen: Mische das Material gemäss den Produktangaben, bis eine gleichmässige Masse entsteht. Beachte gegebenenfalls die Reifezeit und die Verarbeitungszeit.
  3. Fugen vollständig füllen: Verteile den Fugenmörtel mit dem Fugengummi diagonal zu den Fugen. Arbeite sorgfältig, damit keine Hohlräume entstehen.
  4. Überschuss entfernen: Ziehe überschüssigen Fugenmörtel mit dem Fugengummi ab, ohne das Material aus den Fugen zu ziehen.
  5. Oberfläche reinigen: Reinige die Fliesen zum vom Hersteller vorgesehenen Zeitpunkt mit einem geeigneten, gut ausgewrungenen Schwammbrett. Verwende nicht zu viel Wasser.
  6. Fugen kontrollieren: Prüfe, ob alle Fugen gleichmässig gefüllt sind und ein sauberes Erscheinungsbild haben.

Bewegungsfugen und Anschlussfugen nicht vergessen

An Wandanschlüssen, Innenecken und vorhandenen Bewegungsfugen darf nicht einfach starrer Fugenmörtel verwendet werden. Diese Bereiche müssen entsprechend der Konstruktion mit einem geeigneten elastischen Dichtstoff oder einer dafür vorgesehenen Fugenlösung ausgeführt werden.

Die elastischen Fugen sollten farblich zum Fugenmörtel passen, wenn ein einheitliches Erscheinungsbild gewünscht ist. Beachte dabei, dass Silikon und zementärer Fugenmörtel trotz ähnlicher Farbbezeichnung optisch leicht voneinander abweichen können.

Häufige Fehler beim Verfugen vermeiden

  • Zu früh verfugen, obwohl der Fliesenkleber noch nicht ausreichend ausgehärtet ist.
  • Einen Fugenmörtel verwenden, der nicht für die vorgesehene Fugenbreite oder Fliesenart geeignet ist.
  • Zu viel Wasser beim Anmischen oder Reinigen verwenden, wodurch die Festigkeit und Farbgleichmässigkeit beeinträchtigt werden können.
  • Die Reinigung zu früh oder zu spät durchführen und dadurch Fugen auswaschen oder Rückstände auf den Fliesen hinterlassen.
  • Bewegungs- und Anschlussfugen starr verfugen.
  • Die vorgeschriebene Aushärtezeit vor der Belastung oder Nassreinigung nicht einhalten.
Zum Schluss: Lass die verfugte Fläche entsprechend den Herstellerangaben aushärten, bevor sie belastet oder intensiv gereinigt wird. So erhältst du ein gleichmässiges Fugenbild und eine dauerhaft gepflegte Fliesenfläche.

SCHRITT 08

Fliesen reinigen und fertigstellen

Nach dem Verfugen werden die Fliesen gereinigt, damit überschüssiger Fugenmörtel entfernt wird und eine saubere Oberfläche entsteht. Der richtige Zeitpunkt und die passende Reinigungstechnik sind entscheidend für ein gleichmässiges Ergebnis.

Den richtigen Zeitpunkt beachten

Warte die vom Hersteller angegebene Zeit ab, bevor du mit dem Reinigen beginnst. Der Fugenmörtel sollte bereits ausreichend angezogen haben, darf aber noch nicht vollständig erhärtet sein.

Fliesen schonend reinigen

  1. Entferne überschüssigen Fugenmörtel vorsichtig mit einem leicht angefeuchteten Schwammbrett.
  2. Reinige die Fliesen mit diagonal geführten Bewegungen, ohne den Fugenmörtel aus den Fugen zu ziehen.
  3. Spüle das Schwammbrett regelmässig mit sauberem Wasser aus.
  4. Vermeide zu viel Wasser, damit die Fugen nicht ausgewaschen werden.
  5. Entferne verbleibende Rückstände gemäss den Herstellerangaben des Fugenmörtels.
Wichtig: Verwende keine aggressiven Reinigungsmittel, solange der Fugenmörtel noch nicht ausreichend ausgehärtet ist. Beachte immer die Pflege- und Reinigungshinweise des jeweiligen Herstellers.

Das Ergebnis kontrollieren

Kontrolliere die Fliesenfläche bei guter Beleuchtung. Achte auf Fugenrückstände, Schleier und gleichmässig ausgefüllte Fugen. Falls nach dem Aushärten ein Zementschleier sichtbar bleibt, verwende einen dafür geeigneten Reiniger gemäss den Herstellerangaben und der Eignung für deine Fliesen.

Die Fliesenfläche ist fertig

Lasse die Fläche entsprechend den Angaben des Fugenmörtelherstellers aushärten, bevor sie belastet oder gereinigt wird. So erhältst du ein sauberes Fugenbild und eine gepflegte Fliesenoberfläche.